Musikmarkt
Bonn – Die Deutsche Telekom prüft ihre Internetbeteiligungen auf Wirtschaftlichkeit. Zu den Webtöchtern des Konzerns zählen unter anderem die Scout24-Holding, die Website fussball.de sowie die Load-Gruppe, zu der auch der Musikdienst Musicload zählt. In Letzterem sieht das Unternehmen Potenzial.
Der Grund für die Prüfung der einzelnen Unternehmensarme im Netz: René Obermann, Chef des Konzerns, hat das Internet als eines der neuen Wachstumsfelder ausgemacht. Der Bereich Internet soll laut "Financial Times Deutschland" bis zum Jahr 2015, neben den Feldern intelligente Stromnetze und elektronische Gesundheitsfürsorge, etwa die Hälfte des Konzernumsatzes ausmachen.
Die Deutsche Telekom hätte im Jahr 2009 mit Geschäften im Internet einen Umsatz von 800 Millionen Euro erzielt. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres waren es 700 Millionen. Bis zum Jahr 2015 sollen zwei bis drei Milliarden Euro erzielt werden.
Dabei helfen, die Unternehmensziele zu erreichen, soll unter anderem der Musikdienst Musicload: Musicload sei in Deutschland sehr gut positioniert, bestätigte ein Manager des Konzerns. Allerdings sei der Service nicht für den internationalen Markt geeignet.
Bereits im Dezember 2010 hatte die Telekom versucht, seine Dienste der Load-Gruppe Musicload und Gamesload durch eine Kooperation mit dem Kölner Startup-Unternehmen Yoochoose attraktiver zu gestalten.